Rodeln in der Blitzkuhle
In den Wintern, die noch Winter waren, gab es für die Kinderschar aus unserer Straße nicht größeres als in die Blitzkuhle (An einer anderen Stelle gibt es die Sage zur Blitzkuhle) zu flitzen und mit dem Schlitten den Hang runter zu sausen. Die Blitzkuhle, eine kleines Loch mitten in der Wildnis, war nicht weit entfernt von unserem Zuhause. Der Hang war nicht sonderlich steil aber zum Schlittenwettrennen hat es gereicht. Das war ein wundervoller Spaß.
Für die Verwegenen unter uns gab es noch die Mutprobe. Am Ende der Strasse gab es einen Hohlweg, der mit ziemlichen Gefälle über die Zechenbahngleise bis nach Disteln führte. Ob es den Hohlweg heute noch gibt weiß ich leider nicht. Auf jeden Fall bekam man eine Geschwindigkeit drauf und konnte nur hoffen das keine Zechenbahn unterwegs war. Zum Glück ist nie etwas passiert aber aus heutiger Sicht würde man sagen : „Jesses, dat iss gefährlich. mach dat nich noma“.
Und am Ende des Tages, klitschnass und durchgefroren, ging es nach Hause in die warme Stube, geheizt vom Kohleofen und man freute sich auf das nächste Wettrennen.