# Ruhrplatt > Erinnerungen an eine vergangene Zeit ## Seiten - [Miriam](https://ruhrplatt.de/freunde/miriam/) - [Andreas](https://ruhrplatt.de/freunde/andreas/) - [Iris und Michael](https://ruhrplatt.de/freunde/iris-und-michael/) - [Manu](https://ruhrplatt.de/freunde/manu/) - [Glossary](https://ruhrplatt.de/glossary-2/) - [glossary](https://ruhrplatt.de/glossary/) - [Sonne auf der Haut](https://ruhrplatt.de/palaver/sonne-auf-der-haut/) - [Carola aus Dortmund](https://ruhrplatt.de/freunde/carola-aus-dortmund/) - [Freunde aus Münster](https://ruhrplatt.de/freunde/freunde-aus-muenster/) - [Mein Freund Norbert](https://ruhrplatt.de/freunde/mein-freund-norbert/) - [Meine Liebe](https://ruhrplatt.de/freunde/meine-liebe/) - [Ruhr-Saga](https://ruhrplatt.de/ruhr-saga/) - [Freunde](https://ruhrplatt.de/freunde/) - [Die letzte Schicht](https://ruhrplatt.de/palaver/die-letzte-schicht/) - [Wasser](https://ruhrplatt.de/palaver/wasser/) - [Schacht Konrad](https://ruhrplatt.de/palaver/schacht-konrad/) - [Der Unfall](https://ruhrplatt.de/palaver/der-unfall/) - [Heißes Ort](https://ruhrplatt.de/palaver/heisses-ort/) - [In der Kaue](https://ruhrplatt.de/palaver/in-der-kaue/) - [Blasen anne Füße](https://ruhrplatt.de/palaver/blasen-anne-fuesse/) - [Vor Ort](https://ruhrplatt.de/palaver/vor-ort/) - [Paul](https://ruhrplatt.de/palaver/paul/) - [Über Tage](https://ruhrplatt.de/ueber-tage-unter-tage/ueber-tage/) - [Ferienjob](https://ruhrplatt.de/ueber-tage-unter-tage/ferienjob/) - [Studium - Ein Irrweg](https://ruhrplatt.de/ueber-tage-unter-tage/studium-ein-irrweg/) - [Im Revier](https://ruhrplatt.de/ueber-tage-unter-tage/im-revier/) - [Die erste Schicht](https://ruhrplatt.de/maloche/die-erste-schicht/) - [Abenteuer Kabelbau](https://ruhrplatt.de/maloche/abenteuer-kabelbau/) - [Der Ernst des Lebens](https://ruhrplatt.de/maloche/der-ernst-des-lebens/) - [Das erste Mopped](https://ruhrplatt.de/jugendzeit/das-erste-mopped/) - [Umzug - schon wieder](https://ruhrplatt.de/jugendzeit/umzug-schon-wieder/) - [Zum Handballtraining](https://ruhrplatt.de/jugendzeit/zum-handballtraining/) - [Auf der Halde](https://ruhrplatt.de/jugendzeit/auf-der-halde/) - [Die Handballer](https://ruhrplatt.de/kinderzeit/die-handballer/) - [Herbst in Scherlebeck](https://ruhrplatt.de/kinderzeit/herbst-in-scherlebeck/) - [Die WM 1966](https://ruhrplatt.de/kinderzeit/die-wm-1966/) - [Blog](https://ruhrplatt.de/blog/) - [Erinnerungen an eine vergangene Zeit](https://ruhrplatt.de/) - [Und nu?](https://ruhrplatt.de/und-nu/) - [Palaver](https://ruhrplatt.de/palaver/) - [Über Tage/Unter Tage](https://ruhrplatt.de/ueber-tage-unter-tage/) - [Maloche](https://ruhrplatt.de/maloche/) - [Jugendzeit](https://ruhrplatt.de/jugendzeit/) - [Kinderzeit](https://ruhrplatt.de/kinderzeit/) - [Der Umzug](https://ruhrplatt.de/jugendzeit/der-umzug/) - [Rodeln in der Blitzkuhle](https://ruhrplatt.de/kinderzeit/rodeln-in-der-blitzkuhle/) - [Wattnscheid](https://ruhrplatt.de/wattnscheid/) - [Willkommen auf ruhrplatt.de](https://ruhrplatt.de/willkommen-auf-ruhrplatt-de/) - [Quellenangaben](https://ruhrplatt.de/quellenangaben/) - [Auf Kohle geboren](https://ruhrplatt.de/auf-kohle-geboren/) - [Dativ](https://ruhrplatt.de/dativ/) - [Cookie-Richtlinie (EU)](https://ruhrplatt.de/cookie-richtlinie-eu/) - [Datenschutzerklärung](https://ruhrplatt.de/datenschutzerklaerung/) ## Beiträge - [Sprache im Ruhrgebiet](https://ruhrplatt.de/2026/05/15/sprache-im-ruhrgebiet/) - [Tante Emma](https://ruhrplatt.de/2026/05/14/tante-emma/) - [Die Blitzkuhle](https://ruhrplatt.de/2021/03/08/die-blitzkuhle/) # # Detailed Content ## Seiten Wie soll ich sagen? Miriam ist meine Tochter geworden. Kennengelernt haben wir uns im Betrieb, wo sie als Auszubildende in meiner Abteilung gelandet ist. Ich habe sie unter meine Fittiche genommen und so ist eine tiefe Freundschaft entstanden. Und jetzt ist Miriam stolze Mama und ich habe quasi ein Enkletöchterchen. Mein Kumpel Andreas, ein genauso verrückter Motorradfreak wie ich es mal war. Meine Freunde aus der Autostadt Wolfsburg. Wir kennen uns schon seit Ewigkeiten. Ich bin auf ihre Geschichten gespannt. Manu besitzt ein Talent das mir völlig abgeht. Sie kann hervorragend malen. Ein Beweis? Bitte sehr Ich habe mit Manu viele viele Jahre in einer IT-Abteilung zusammen gearbeitet und dadurch hat sich eine Freundschaft entwickelt. Mal sehen wie ihre Geschichte wird. [glossary] Schlägel &Eisen Schacht 8. Ein Wetterschacht, einsam mitten in den Feldern vom Marler Süden. Schichtende. Es ist 6:00 Uhr morgens, die Nachtschicht ist geschafft. Warten auf die Seilfahrt. Es ist Sommer und zum Feierabend kann man am Schacht die Sonne riechen. Der Korb kommt, man steigt ein und ab geht es auf zu Tage. Das Schachtor öffnet sich und man muss die Augen zukneifen weil das Sonnenlicht durch den Staub in die Schachthalle scheint. 8 Stunden nur beim Licht der Kopflampe und jetzt die geballte Helligkeit und Wärme der Sonne. Was für ein Morgen. Nichts wie ab in die Kaue, die Klamotten ausziehen, beim Kauenwärter ein Bier holen, die Kippen und Feuerzeug schnappen und dann ... Dann ab in das feuchte Gras hinter dem Schacht. Nackig und dreckig liege ich im Gras und lasse mir die Sonne auf den Pelz brennen, rauche meine Zigarette und nuckel an meinem Bier. Der Geruch des Grases erinnert an die Kindheit, nur das ich damals nicht nackig darin gelegen habe. So bleibe ich manchesmal eine Stunde im nassen Gras und genieße das Leben. Dieses Gefühl nach der harten Arbeit ist unbeschreiblich, leider war das nur auf diesem Schacht möglich weil er irgendwo im nirgedwo gelegen war. Weiter Zurück Dies wird Carolas Seite. Ich bin sehr gespannt auf ihre Geschichten. Gudrun und Waldemar, sind eine lange und liebe Freundschaft. Beide sind passionierte Rad- und Bahnfahrer. Und wenn sie mich und meine Anvertaute besuchen gibt es immer etwas über ihre Reise zu berichten. Und das wird dann meist sehr lustig. Hier nun eine Geschichte von den Beiden: Traumatische Erlebnisse wollen verarbeitet werden - dies zur Entschuldigung dafür, dass der unendlichen Geschichte vom Reisen mit der Bahn an dieser Stelle ein weiteres Kapitel hinzugefügt wird, das eigentlich überflüssig ist, nämlich bloß eine Variante des schon so oft Gehörten und Gelesenen: Beeinträchtigungen, oder: Man soll die Bahn nicht vor dem Abend loben Die Kirche muss allerdings im Dorf bleiben. Der schuldige Respekt vor den Opfern von Kriegen und Kriegsfolgen, Naturkatastrophen, Hungersnot, Gewaltverbrechen verbietet, leichtfertig von Traumatisierung zu reden, wenn es letztlich bloß um Fragen der Bequemlichkeit geht. Doch in einem Land, in dem, zugegebenermaßen, vieles leidlich rundläuft, greift der notorische Nörgler eben nach jedem Strohhalm, um seine Unzufriedenheit kultivieren zu können. Dabei gibt es gute und weniger gute Gründe, auf die Deutsche Bahn zu schimpfen, denn nicht alles, was beim Bahnfahren schiefgeht, lässt sich dem Staatskonzern in die Schuhe schieben. Die Konkurrenzunternehmen auf der Schiene sind auch nicht über alle Kritik erhaben, obwohl Konkurrenz ja bekanntlich das Geschäft belebt und gemäß der marktliberalen Glaubenslehre eine Verbesserung des Angebots zur unvermeidlichen Folge haben sollte. Sabotageakte und Vandalismus werden nicht von den Bahnunternehmen verübt, auch suchen sie sich die Kunden nicht aus, die sich nicht benehmen können. Das meiste dürfte jedoch einer Verkehrspolitik anzulasten sein,... Einer 40jährigen Freundschaft sollte ein besonderer Inhalt folgen. Ich bin gespannt was Norbert so schreiben wird. Dies ist die Seite um die mich meine liebe Anvertraute gebeten hat. Märchen und Sagen Freunde sind die Familie, die wir uns aussuchen! Es gibt zwei Arten von Freunden - die einen sind käuflich - die anderen unbezahlbar Meine Freunde sind mir wichtig, obwohl man nicht jede Minute aufeinander hockt weiß ich genau, wenn es pressiert sind sie da. Das gilt natürlich auch andersherum. Das ist ein sehr gutes Gefühl, ein unbeschreibliches. Nun hat einer meiner besten Freunde gefragt ob er über diese Internetseite auch ein paar Dinge aus seinem Leben kund tun kann. Warum nicht? Mal sehen ob auch meine anderen Freunde einen kleinen Diskurs aus ihrem Leben beisteuern möchten, ich werde sie fragen. Also hier geht zu meinen Freunden -Manuela -Norbert -Gudrun und Waldemar -Iris und Michael -Carola -Andreas -Miriam Auch meine mir Anvertraute möchte etwas zu meiner Webseite beitragen, also hier geht es lang. Meine Rückenbeschwerden wurden nicht weniger. Dazu befand sich der Steinkohlebergbau in Deutschland auf dem Rückzug. Eine Schachtanlage nach der anderen wurde dichtgemacht. Ich bin also dann mal zum Arbeitsamt (das hieß früher mal so) gewackelt und habe dem Berater gesagt, dass ich die Arbeit unter Tage aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr lange machen kann und für einen Rentenantrag wäre ich ja wohl noch zu jung. Junger Mann, sie haben doch ein Fachabitur. Wollen sie nicht im Rahmen einer Rehabilitationsmaßnahme Informatik studieren. Sie wären für drei Jahre finanziell abgesichert und Informatik hat Zukunft. Aha, und wer bezahlt die Maßnahme? Der Berater meinte, er stelle den Antrag an die Bundesknappschaft und wenn die es nicht genehmigen muss das Arbeitsamt die Kosten übernehmen. Soweit klang das ja ganz gut. Mache ich also. Das Übergangsgeld wurde berechnet aus dem durchschnittlichen Monatslohn der letzten drei Monate. Bis zum Studienbeginn waren es noch 4 Monate. Ich habe mit meinen Betriebsführern gesprochen, ihnen die Situation erklärt und darum gebeten mich für jede Überschicht einzutragen. Haben sie dann auch gemacht und durch die Überstunden und das gute Gedinge habe ich in den 4 Monaten echt nicht schlecht verdient. Dann kam die letzte Schicht. Ein Samstag, es war der 3. Oktober 1992. An diesem Tag war nichts so wie es sein sollte. Ich habe über die vielen Jahre unter Tage nachgedacht, über die Erlebnisse, die Kameradschaft unter uns Kumpel, über die kleinen und großen Unfälle und die Begegnungen auf den unterschiedlichen Schachtanlagen. Ich habe viel erlebt und auf der... Die Baustelle Schacht Konrad war nach 8 Monaten beendet, es standen also wieder Verlegungen auf andere Baustellen an. Mich hat es auf die Schachtanlage Niederberg verschlagen. Das Bergwerk ist linksrheinisch in Neukirchen-Vluyn. Für mich bedeutet das mit dem Motorrad quer durch das halbe Ruhrgebiet zu fahren, 50 Kilometer durch die dicksten Staus an den zahlreichen Autobahnkreuzen im Revier. Ich bin also zur Vorstellung nach Niederberg gefahren und habe den Schichtplan gesehen. Ach du Kacke. 5 Uhr, 10 Uhr, 15 Uhr, 20 Uhr und 24 Uhr, eine sogenannte Fünfdrittelbelegung. In meinem Kopf rattert es, wenn ich um 5 Uhr anfahren soll, wann muss ich dann aufstehen. Um 3 Uhr, das sind ja Bäckerzeiten. Es kam wie es kommen musste. Morgens ging es zur Frühschicht. Ich bin dann in stockfinsterer Nacht aufgestanden, habe meinen Kaffee getrunken und bin dann mit dem Mopped zur Arbeit. Und dann folgt die nächste Überraschung. Diese Schachtanlage war das komplette Gegenteil zum Bergwerk Hugo. Pickobello sauber, meine erste Aufgabe war es die Strecke zu fegen. Wirklich, unter Tage die Strecke fegen? Ich dachte erst die wollen mich veräppeln, aber nein. Auf dieser Anlage hast du dich nicht getraut auch nur den Hauch von Müll zu entsorgen, dafür gab es Mülleimer. Aber ich schweife ab. Die ersten Tage haben sie mich halt „getestet“, dann haben sie mich wohl für gut befunden und es ging in den Vortrieb. Hier war eine Teilschnittmaschine im Einsatz. Fazinierend so ein Riesending. Um die Geschichte zu Ende zu erzählen muss ich einiges erklären.... Nach dem Unfall und der Reha bin ich wieder zum Betrieb. Ich solle doch leichtere Arbeit machen, wie wäre es mit einer ganz neuen Baustelle. In Salzgitter auf dem Schacht Konrad. Ich habe noch nie was von Schacht Konrad gehört aber die Verantwortlichen rückten schnell mit der Sprache heraus. Schacht Konrad soll ein Endlager für schwach- und mittelradioaktivem Abfall werden. Unsere Aufgabe wäre es zwei Füllörter vom Schacht auszusetzen und rund 200 Meter Erkundungstrecke aufzufahren. Ich habe noch nie im Schacht gearbeitet aber schlimmer als vor Ort kann es nicht sein also habe ich zugesagt. Wir waren dann insgesamt 9 Hauer, 3 Steiger und ein Obersteiger. Der hat sich übrigens sehr von meinen bisherigen Führungskräften abgesetzt, der war echt in Ordnung. Unsere Firma hat ein ganzes Haus für die Montagetätigkeit gemietet, 3 Etagen. So wohnte auf jeder Etage eine Schicht. Aber ... Das Haus war in Salzgitter-Engerode. Das einzig öffentliche dort war eine Telefonzelle. Da war nichts, absolut nichts, null. Da Bergleute manchmal auch etwas Durst haben war das ein Problem, Die nächsten Einkaufsmöglichkeiten oder Gastwirtschaften waren in Salzgitter-Bad oder in Salzgitter-Lebenstedt. Ohne Auto hat man da echt verloren. Nun denn, auf geht es zum Schacht Konrad 2. Unsere Baustelle lag mitten im Werksgelände der Salzgitter AG, das hieß jedes Mal wenn wir zur Arbeit gefahren sind mussten wir durch die Kontrollposten. Das war immer ein Aufstand weil so ein Pförtner ist fast so wichtig wie ein Anschläger auf dem Pütt. Jetzt muss ich noch erklären warum wir erst sehr... Unsere Betriebsstelle Schlägel & Eisen ist ausgelaufen. Die Belegschaft wurde auf andere Schachtanlagen verlegt. Ich musste zum Bergwerk Hugo nach Gelsenkirchen. Was für ein Pütt. In der Kaue gab es keine Kauenhaken sondern nur Kleiderbügel. Nichts konnte man ab- oder einschließen. Das habe ich gleich am ersten Tag gemerkt als ich aus der Grube kam. Hier wurde geklaut was das Zeug hielt. Ich war froh, dass wenigstens meine Straßenklamotten noch da waren. Meine hölzernen Kauenlatschen, weg, meine Uhr, weg, mein Geld, weg. Wenigstens meine Geldbörse haben die Diebe dagelassen. Diese Klauerei war auch in der Grube völliger Usus. Es wurde alles geklaut was nicht niet- und nagelfest war. Gezähe, Holz, ganze Panzerrinnen waren plötzlich verschwunden. Zu dieser Unart des Pütts kamen noch die geologischen Bedingungen und die Angewohnheit jedwede Art von Müll in den Strecken zu verteilen. Dazu noch einen Obersteiger, der vor Cholerik nur so strotzte. Es war auf Hugo kein schönes arbeiten. Wie dem auch sei, die Arbeit musste erledigt werden. Es war eine Nachtschicht als es passierte. Die Arbeitsübergabe hatte gerade stattgefunden, es wäre alles fertig zum Bohren. Als gewissenhafter Ortsbulle vergewissert man sich ob alles in Ordnung ist. Zu diesem Zweck wir die Ortsbrust abgetrieben. Merkwürdiger Begriff, hat aber keinen medizinischen Hintergrund. Es bedeutet das man mit der Schaufel des Ladefahrzeug die Orstbrust heftig abklopft damit beim Bohrbetrieb niemandem ein Stein auf den Kopf fällt. Ich fahre also gegen die Ortsbrust, sieht alles gut aus. Ich rolle die Ladeschaufel ein und in diesem Moment wir die... Die gesamte Belegschaft unserer Betriebsstelle Schlägel & Eisen sollte sich beim Obersteiger einfinden. Eine kleine Ansprache: "Wir haben einen Auftrag erhalten, der etwas unkonventionell ist. Wir sollen einen Streckenabzweig und cirka 100 Meter Strecke auffahren damit dann eine Kühlmaschine eingebaut werden kann. Es ist zu befürchten, dass in diesem Ort hohe Temperaturen zu erwarten sind. Deshalb werden dort nur Leute arbeiten die gesund sind und es wird kein Gedinge aber einen guten Schichtlohn geben. " Au Backe, das klingt irgendwie nicht so gut. Ein heißes Ort. Wer schon mal bei 28° Grad Trockentemperatur geschafft hat weiß was das bedeutet. Und kein Gedinge? Aber der angebotene Schichtlohn war schon extrem hoch und verlockend. Na gut, da müssen wir halt durch. Den Streckenabzweig aufzufahren war ein Klacks aber dann. Schon die ersten aufgefahrenen Meter waren der Vorhof zur Hölle. Nahezu 40° Grad und fast 90% Luftfeuchte. Jetzt wusste ich wieso der Schichtlohn so hoch war. Nach einer halben Stunde Arbeit waren die Klamotten durchgeschwitzt und klebten am Körper. Schon bei der zweiten Schicht hat man sich die Klamotten ausgezogen und nur noch in Unterhose und dem Gürtel mit dem ganzen Geraffel gearbeitet. Der Schweiß tropfte nur so unter dem Helm in die Augen. Aber der Vortrieb ging immer weiter und es wurde immer wärmer. Fast nach jeder Viertelstunde musste man sich irgendwo hinsetzen und wieder Luft und Kraft tanken und vor allem trinken, trinken. Trotz der ganzen Pausen, es war gesundheitlich nicht optimal. Als erstes traf es meinen Ortsbullen (das ist so... Feierabend! Es geht zum Schacht. Man wartet auf den Korb um nach über Tage zu fahren. Einsteigen und dann das Signal 4 Schläge - 2 Schläge. Bedeutet Seilfahrt auf zu Tage. Oben angekommen gilt es erstmal die Marke stempeln, Kopflampe eingehackt zum Aufladen, der Filterselbstretter in sein Fach gelegt und dann nichts wie in die Schwarzkaue. Der Kauenhaken wird heruntergelassen und die Arbeitsklamotten werden nach und nach daran aufgehängt. Und dann! Man sitzt auf der Kauenbank, dreckig und nackig. Diesen Moment nach der Schicht kann sich jemand der niemals in der Grube war kaum vorstellen. Das Gefühl die Schicht gut hinter sich gebracht zu haben, wohlbehalten jetzt auf der Bank zu sitzen und eine Zigarette zu rauchen. Und den Flüssigkeitshaushalt wieder herzustellen. Es gilt generell ein Alkoholverbot auf den Zechen, aber ... Wo kein Kläger, da kein Richter. Die meisten Kauenwärter (sozusagen der Hausmeister der Kaue) sind geschickte Kaufleute. Auf Schlägel & Eisen Schacht 2 musste man einfach nur in die Steigerkaue gehen, seinen Obulus auf den Tisch legen und hat ein paar kalte Flaschen Bier mitgenommen. Diese wurden dann sehr genüßlich auf der Kauenbank geleert, immer noch ungewaschen und verschwitzt (siehe Bild). Auf der Schachtanlage "An der Haard" brauchte man nur die Hand heben und mit den Fingern die entsprechende Anzahl an Bier "bestellen" die man wollte und der Kauenwärter kam mit einem Einkaufswagen vorbei und hat kassiert. Ich glaube mancher Kauenwärter hat mit dem Bierverkauf mehr verdient als auf seinem regulären Lohnzettel stand. Nach dem Genuß der Zigarette... Wir hatten Nachtschicht, von 22:00 Uhr bis 6:00 Uhr morgens. Die Frühschicht fährt um 5:00 Uhr an und sollte eigentlich zur Arbeitsübergabe schon vor Ort angekommen sein. Sie ist noch nicht da, merkwürdig. Wir haben auf jeden Fall Schichtende und begeben uns auf den Weg zum Schacht. Unsere Ablösung begegnet uns auch auf diesem Wege nicht. Was ist los? Am Schacht angekommen herrschte dort ein wildes Tohubawohu. Der Anschläger erklärte uns:"Der Schacht ist gestundet. Eine Spurlatte hat den Korb beschädigt. " Und jetzt? Tja, ihr müsst über Schacht 5 (der ist in Scherlebeck) nach Schacht 3/4/7 (der ist in Langebochum). Und wir sind in Disteln. Au Backe. Grob überschlagen bedeutet das mit der gesamten Arbeitskleidung einen Fußmarsch von etwa 2 Stunden. Wobei Fußmarsch im bergmännischen Sinne nicht korrekt ist. Ein Bergmann fährt! Immer. Ist er zu Fuß unterwegs macht er eine Fußfahrung. Dann gibt es noch die Seilfahrt, also im Förderkorb im Schacht rauf und runter. Manchmal, wenn es das Bergamt gestattet gibt es auch eine Bandfahrt. Hier saust der Bergmann bäuchlings auf dem Förderband von A nach B. Sucht man einen bestimmten Ort in der Grube auf so ist eine Befahrung. Und so weiter und so weiter. So ergeben sich manch merkwürdige Begrifflichkeiten: Was denkt ihr ist eine Fahrte? Schlicht und einfach eine Leiter. Aber zurück zur der langen Fußfahrung. Ich versuche mal zu erklären was man als Bergmann so alles anzuziehen hat. Als erstes natürlich Unterwäsche. Ich habe mir jeden Tag frische angezogen, es war mir zuwider in... Die richtige Bergmannsarbeit ist natürlich vor Ort, also dort wo die Strecke vorgetrieben wird. Dies geschieht auf verschiedene Arten. Eine davon ist der konventionelle Vortrieb. Konventionell, bedeutet mit Bohrhämmern werden lange Löcher in die Ortsbrust gebohrt, danach mit Sprengstoff gefüllt und dann wird "geschossen". Wenn die Sprengung gut gelungen ist dann liegt der Abschlag auf einem Haufen und man beginnt mit dem Ausbau. Im Gegensatz zum Haus fängt man oben an. Aus gutem Grund, es soll ja niemandem etwas auf den Kopf fallen. Also werden die Fangschienen vorgeschoben, die Kappen aufgelegt, danach wird der Abschlag weggeladen und es folgen die Stempel. Klingt doch ganz einfach, oder? Diese Arbeiten sind nicht nur körperlich sehr anstrengend (So ein Kappensegment kann bis zu 4 Zentner wiegen und müssen erstmal vor Ort transportiert werden, meist auf der Schulter), sondern finden auch unter meist schlechtem Wetter statt. Das bedeutet, es ist warm bis heiß, dreckig und staubig und meist sehr sehr laut. Wie kommen nun diese Löcher in die Ortsbrust? Dazu benutzt man einen Bohrhammer, nicht so ein Spielzeug wie auf den Baustellen. So ein Ding wiegt gut und gerne 10 Kilo, wird mit Luftdruck betrieben und ist auf einer Bohrstütze montiert, die den Vorschub des Bohrers bewirkt. So ein Bohrer ist meist 3 Meter lang und wird Loch für Loch in das Gestein getrieben. Je nach Größe des Grubenbaues gibt es dazu verschieden Bohrschematas und verschieden Einbrüche. Das hat nichts mit einem Banküberall oder sowas zu tun. Ein Einbruch ist der erste Teil der... Mein erster Job begann gleich mit einer Verlegung nach Schägel & Eisen Schacht 2. Ich sollte dort in der Nachtschicht den Verzug des Ausbaus mit Beton durchführen. Als ich in die Kaue kam saß da schon ein Kollege, ungefähr in meinem Alter. "Ich heiße Paul" Paul war Engländer, gelernter Maurer und irgendwie hat es ihn nach Deutschland verschlagen. Wieso habe ich trotz langer Zusammenarbeit nie herausgefunden. Auf Paul war aber immer Verlass, wir haben uns bei der Verfüllungsarbeit gut ergänzt und mache brenzliche Situation unbeschadet überstanden. Paul hatte nur einen Fehler. Er konnte kein "ch" aussprechen, wieso auch immer. So wurde aus dem "Schlauch" ein "Slauf". Und Paul hatte, zumindest nach außen, kein Fabel für Kinder. Er hat irgendwann eine nette Frau kennengelernt, ein Häuschen gekauft und auf einmal - Kinder. 4 Mädchen sind es geworden, aufgereiht wie die Orgelpfeifen. Weiter Zurück Man soll es nicht glauben aber es gab auch Leben über Tage. Gemeinsam mit meiner damaligen Freundin haben wir die erste eigene Wohnung bezogen und eingerichtet. Eine kleine Wohnung mit einer großen Küche und einem Wohn-, Schlafraum und einem kleinen Garten im Hof. Dazu kam das Motorrad, eine alte BMW R25/2, Baujahr 1953, also älter als ich. Die Jugendzeit ist definitiv vorüber. Das Geld war jedoch sehr knapp und wir mussten ganz schön haushalten. Da bekamen wir das Angebot den Antiquitätenladen eines Bekannten zu übernehmen. Jeden Samstag war dieser geöffnet aber fast immer wenn es die Zeit erlaubte haben wir alte Möbel restauriert und aufgearbeitet. Das hat viel Freude gemacht aber reich geworden sind wir nicht. Weiter Zurück Die Sache mit dem Studium war im Kopf schon eine abgeschlossene Sache aber was sollte ich dann tun? In einem Gespräch mit dem zukünftigen Schwiegervater erzählte ich von der Aufgabe des Studiums und einer Ferienarbeit. Er nickte verständnissvoll. Er hätte da eine Idee. Mein Schwiegervater in spe war mal Betriebsrat bei einer Bergbauspezialgesellschaft und hatte viele Kontakte zu den alten Kumpels. Er schnappte sich das Telefon und führte einige Gespäche. Als er fertig war sagte er nur: Morgen gehst du zur Schachtanlage Schlägel & Eisen Schacht 8 und stellst dich dort vor. Gesagt getan, ich stand also den nächsten Morgen vor einem Baucontainer am Schacht 8. Drinnen waren zwei etwas rundliche Herren, die schon bescheid wussten. "Hasse dat Berchmannsbuch dabei? Lasset hier un du kanns gleich anfahn. " Ich hatte mit allem gerechnet aber nicht mit so einem Überfall. Ich dachte ich bin hier um mich vorzustellen und nicht gleich in die Grube zu fahren. "Ich hab ganix dabei. Watt is mit morgen? " Die beiden Herren nickten: "Alles gut, dat passt, kommse dann um 6 zur Frühschicht annen Schacht. Klamotten kannse aber jetzschon fetichmachen. Hier is deine Marke. " Ja, so fing das an. Und am Ende habe ich fast 12 Jahre "Ferienarbeit" hinter mir gelassen und es vom Hauer im Transport bis zum Aufsichtshauer geschafft. Weiter Zurück Meine Beflissenzeit war vorüber, ich hatte meine ersten bergmännischen Erfahrungen gesammelt und nun saß ich hier in der FH Bergbau in Bochum. Mathematik, Statik, Dynamik, viele bergmännischen Fachausdrücke, die immer wieder Fragezeichen in meinem Kopf erzeugten. In den Vorlesungen saß ich also gemeinsam mit Söhnen von Fahrsteigern, Obersteigern oder gar Grubenbetriebsführern zusammen und lauschte dem Dozenten. Man muss wissen, dass der Bergbau schon immer sehr streng hierachisch organisiert war und bis heute ist. Jetzt hocke ich also als Bergfremder mit keinerlei Beziehung zu den Schachtanlagen da und überlegte was nach dem Studium passieren sollte. Eine Aussicht auf eine Anstellung war hoffnungslos. Also beschloß ich nach 2 Semester Bergtechnik das Studium abzubrechen. Und das Fach Geologie mochte ich auch nicht! Und wie es machmal so im Leben ist bringen Zufälle oder Vorsehungen alles durcheinander. Weiter Zurück Ich habe meine 80 Schichten "Praktikum" sehr gut hinter mich gebracht. Meine Einschreibung an der FH Bergbau war erledigt. Aber bis zum Studienbeginn hatte ich noch knapp 8 Monate Zeit. Ich habe den Ausbildungssteiger gefragt ob es nicht die Möglichkeit gäbe bis zum Studienanfang auf der Schachtanlage zu bleiben. Ich könnte doch meine bergmännischen Kentnisse weiter vertiefen. Der Steiger brachte mich zum Grubenbetriebsführer und hat mich mit meinem Wunsch vorgestellt. "Ja klar. Wir können jeden Mann gebrauchen". Das war die Antwort. Und, zack, bin ich im Raubrevier gelandet. Was bitte ist ein Raubrevier? Alles was sich in der Grube nach dem Abbau noch zu Geld machen lässt oder zu gebrauchen ist wird demontiert, ausgebaut und manchmal mit ziemlich rüden Methoden versucht irgendwie nach über Tage zu bringen. Diese Arbeit kann ganz schön gefährlich sein aber es war für mich sehr lehrreich den Umgang mit den Gefahren unter Tage zu erfahren. Die Entwicklung von Gespür für Gefahren, das Einschätzen der Umgebung, was könnte passieren wenn. Nach 4 Monaten sollte ich ins Kohlenrevier, also dorthin wo der begehrte Rohstoff aus dem Berg geholt wird. Direkt in den Streb, also der Abbaufront, sollte ich nicht arbeiten, dazu benötigt man schon Bergleute mit jahrelanger Erfahrung. Nichts für einen Grünschnabel wie mich. Ich wurde im Stall eingesetzt. Klingt irgendwie nach Bauernhof, oder? Der Stall ist ein Hohlraum am Ende oder Anfang eines Strebes, der benötigt wird um beim Vorrücken der Abbaufront Platz für die Antriebsmaschinen zu haben. Trotz aller Technisierung wurde der Stall immer noch... Nach der Bundeswehrzeit wieder arbeitslos, auch das Arbeitsamt konnte nicht helfen. Was soll ich machen? Ich war zwar schon etwas älter, habe aber gedacht ich versuche es mal mit einer zweiten Ausbildung. Schlosser, wie mein Vater, das wäre was. Ich habe also Bewerbungsschreiben an die umliegenden Schachtanlagen geschickt, im Prinzip mit wenig Hoffnung auf eine positive Rückmeldung. Und plötzlich ein Brief von der Schachtanlage Westerholt im Briefkasten. Ich sollte zu einem Gespräch in der Ausbildungsabteilung erscheinen. Also Termin vereinbart und nichts wie zu diesem Gespräch. Dort traf mich also etwas völlig unerwartetes. "Also, junger Mann, sie haben doch eine Fachhochschulreife erworben. Wollen sie nicht Bergtechnik studieren? Wir bitten ihnen eine Bergbeflissenenplatz an. " Holla, was in Gottes Namen ist ein Bergbeflissener? Für Bergfremde, also Leute die überhaupt keine Ahnung von den bergmännischen Tätigkeiten haben, ein Bergbeflissener ist ein Pratikant, der in den Bergmannsberuf eingeführt wird. Ich bat den netten Abteilungsleiter um ein paar Tage Bedenkzeit aber schon am nächsten Morgen habe ich zugesagt. Ich sollte am nächsten Tag mit den Lehrlingen in die Grube einfahren. Und es ist mir etwas derart peinliches passiert. Ich habe an diesem Tag verschlafen. Ich schwöre, es war das einzige Mal, dass ich einen Termin verpennt habe. Und das weil ich ansonsten ein sehr pünktlicher und zuverlässiger Mensch bin. In aller Eile bin ich dann zum Pütt gerannt und habe mich beim Ausbildungssteiger fürchterlich entschuldigt. Ihm schien das aber nichts auszumachen, er hat diese Dinge wohl oft genug mit seinen Auszubildenen erlebt. Nun ging es... Was für ein verrückter Job! Nach meinem Ausflug als Elektriker auf dem Bau und einer Kündigung (wahrscheinlich weil ich Gewerkschaftsmitglied war und immer noch bin) vermittelte mir das Arbeitsamt eine Stelle im Kabelbau. Ich habe dort Strassenlaternen aufgestellt und angeschlossen. Ich hätte niemals vermutet wieviele Strassenlaternen im Stadtgebiet von Autofahrern getroffen werden und beschädigt am Boden liegen. Das war meine erste Tätigkeit im Kabelbau. Es folgt der Tiefbau, ich habe in der Erde rumgewühlt um eine Muffe (das ist sowas wie eine überdimensionierte Lüsterklemme für Hochspannunsleitungen) erstens, zu finden und zweitens, sie durch eine Reparatur zu ersetzen. Die Verbindungsstellen in der Muffe wurden damals meist mit getränktem Ölpapier Lage für Lage umwickelt und dann mit aufgekochtem Bitumen vergossen. Das hat immer gestunken, jesses, nicht gerade angenehm. Und danach musste das Muffenloch wieder zugeschaufelt werden. Blöde Arbeit. Viel interessanter war die Arbeit auf den Hochspannungsmasten. In luftiger Höhe die Isolatoren einzuhängen, die Hochspannungskabel von einem Mast zum anderen zu ziehen und dabei auf die Leute herabsehen, das hat schon Spaß gemacht. Und dann habe ich 18 Monate meines Lebens Sicherheit produziert. Die Bundeswehr hatte großes Verlangen nach mir. Dieses Verlangen konnte ich nie teilen, deshalb bin ich wohl auch nie befördert worden. Aber auch diese Zeit ist vorüber gegangen. Und jetzt - wieder arbeitslos! Weiter Zurück Sodele, was mache ich nur? Ausgelernt und arbeitslos. Es führt kein Weg am Arbeitsamt vorbei, vielleicht haben die ja was für mich. Ach herrje - Eine Stelle in einer kleinen Klitsche als Elektriker auf dem Bau und mit wenig Lohn. Viel erinnerungswürdiges fällt mir zu diesem Job nicht ein. Ich habe da nur zwei Anektoten auf Lager. Die Erste: Wir haben in einem Neubau geschafft und ich wollte für die Kabel die Schlitze vorbereiten. Dazu benutzt man auf dem Bau eine Mauerfräse, ein ziemlich unhandliches Ding aber besser als die Schlitze von Hand zu stemmen. Also, Maschine gepackt und los geht es. An einer Wand aus Ytong ist es dann passiert. Die Maurer haben vergessen die Wand zu fixieren und so bin ich dann mitsamt der Leiter und der Mauerfräse ganz langsam umgekippt und nicht nur die Ytongwand lag auf dem Boden. Das Gelächter der Maurer war nicht zu überhören, dabei hatten sie die Schuld. Und ich ein paar blaue Flecken. Die zweite Geschichte ist eigentlich nicht spektakulär, eher amüsant. Die kleine Firma hatte einen Renault R4 Kombi als Baustellenfahrzeug. Dieses Teil hatte einige Kilometer auf dem Buckel und wohl schon wesentlich bessere Zeiten gesehen. Auf der Rückfahrt von einer Baustelle in Gelsenkirchen ist dann der Motor geplatzt. Sowas hatte ich noch nie erlebt. Es hat fürchterlich gescheppert, die Räder standen mit einem Ruck still und meine Nase klebte an der Windschutzscheibe. Diese Story geschah in einer Zeit vor den Mobiltelefonen. Als gestrandeter Elektriker habe ich dann vergeblich versucht irgendwo... Es ist der 1. August. meine Ausbildung beginnt. Elektriker will ich werden. Alles ist neu, mit der Schule nicht zu vergleichen. Die ersten Monate bin ich noch mit dem Fahrrad zum Betrieb gefahren aber dann, im Januar, zum 15. Geburtstag stand sie da. Meine Mofa! Eine himmelblaue Peugeot 201. Das absolute Non plus Ultra. Mann war ich stolz mit meiner Mofa durch unseren Ort zu sausen Und meine Mofa gab mir die Freiheit auch etwas weiter entfernt "Abenteuer" zu erleben. Das größte Erlebnis war immer die Fahrt zum "Alten Garten" am Halterner Stausee. Da waren dann die richtig dicken Motorräder, BMW, Suzuki und wenn man Glück hatte tauchte auch eine Harley-Davidson auf. Ich denke meine Mofa ist daran schuld, dass ich mich hier am "Alten Garten" mit dem Zweiradvirus infiziert habe. Weiter Zurück Ich bin jetzt fast 13 Jahre alt und der nächste Umzug stand an. Vom Ende der Welt in das "pulsierende" Stadtleben. Und, ganz wichtig, fast neben dem Freibad. Hier war zwar wesentlich mehr los als im Süden aber gleichalterige gabe es nicht. Dafür war zumindest ein Jahr lang der Schulweg noch länger als vorher. Und wieder so ein verfluchter steiler Hügel. Und das auch noch auf dem Heimweg. Zum Glück hatte ich diese Tortur nur das letzte Schuljahr zu bewältigen. Die Fachoberschulreife habe ich dann glücklicherweise ganz in der Nähe unserer Behausung absolviert. Weiter Zurück Ich habe ja schon geschrieben, dass ich Handball liebe und gespielt habe. Aber vor dem Spiel kommt das Training. Und das war echt beschwerlich. Wir sind ja vom Norden unserer Stadt in den tiefsten Süden gezogen, das bedeutet - zum Training ging es mit dem Fahrrad immer bergauf. Dieser elend lange Weg, immerzu bergauf. Erst durch den Katzenbusch und dann über diesen vermaledeiten Scherlebecker Berg. Das war schon Training genug. Ich war meist schon ziemlich platt wenn ich an der Halle angekommen bin. Nach dem Traing ging es meist schweißgebadet, Duschen gab es in der Halle nicht, auf den Heimweg. Und jetzt, Newton sei Dank, tat die Schwerkraft ihr Werk. Das Fahrrad rast die ganze Strecke den zuvor mühevoll erklommenen Weg in einem Affenzahn Richtung Heimat, immer den Fahrtwind um die Nase. Und angekommen war ich dann müde und konnte dem Ruf des Bettes nicht entkommen. Weiter Zurück Unweit von unserer Wohnung fing das Zechengelände an. Das wurde zum Abenteuerspielplatz. Neben den Birkenwäldern, die fast immer im Sumpf standen, war es zur Abraumhalde nicht weit. Wenn es geregnet hat und ich dort rumturnte wurde, zum Leidwesen meiner Mutter, die Bekleidung nicht gerade sauber. Aber dafür gab es viel zu entdecken. Mit einem Hämmerchen oder einem spitzen Stein ließen sich die Abraumplatten gut spalten und dann fand man ab und zu die versteinerten Abdrücke von Pflanzen oder ähnliches. Was ich leider nie gefunden habe sind Dinosaurierknochen oder Haifischzähne. Eigentlich schade. Und dann gab es noch den Birkenwald. Im Herbst ging ich mit meiner Mutter zum Pilzesammeln in dies Refugium. Hallimasch, nannte meine Mutter die Pilzart. Keine Ahnung wie sie korrekt heißt. Die kleinen Dinger hat Mutter dann kurz abgekocht und danach mit Rührei und frischen Brot auf den Tisch gebracht. Ich muss sagen: Das war immer sehr lecker. Weiter Zurück Die Westfalia - Schwarz und Weiß Scherlebeck war ein zweigeteilter Stadtteil. Nördlich der Strassenbahnlinie waren die Fussballer zuhause, im südlichen Teil wurde Handball gespielt. Ich habe mich als völlig erfolgloser Fussballer versucht. Der Ball landete immer dort wo er nicht hin sollte, schlicht ich war für diesen Sport gänzlich ungeeignet. Das hat meinem Vater wohl ziemlich weh getan, er war in seiner Jugend ein hervorragender Fussballer, der es sogar zu einigen Meisterschaften gebracht hat. Diese Gene habe ich nicht mitbekommen, das betrifft auch den musikalischen Sektor. Ich kann bis heute kein Instrument spielen obwohl ich gerne und viel Musik höre. Jetzt bin ich aber arg abgeschweift. Zurück zum Süden Scherlebecks. Hier gab es nur die Westfalia - Vereinsfarben Scharz-Weiß. Neben meiner Grundschule gab es den "Fussballplatz" auf dem wir trainierten und spielten. Richtig, ich bin noch im Feldhandball groß geworden. Trotz meiner mangelnden Größe haben wir dort in den Spielen immer unser Bestes gegeben. Aber viel besser waren unsere Trainingseinheiten auf dem Hinterhof. Ich kann mich erinnern, dass dort eine Handballtor große Betonwand stand, wieso auch immer. Die Kreislinie war schnell mit der Hacke gezogen und schon ging es los. Und es war egal ob man ein Junge oder ein Mädchen war. Wir haben alle Handball gespielt. Und die Krönung jedes Tages war das Siebenmeterwerfen. Als Torhüter war ich trotz mangelnder Körpergröße ziemlich gut und wurde im Verein dann auch ins Tor gestellt. Bis ich zwei Zähne verloren habe - da hatte ich aus verständlichen Gründen echt keine Lust mehr... Wenn der Sommer zu Ende geht ... und der Bauer nach seinem reifen Getreide schaut wurde die Kinderschar schon hibbelig. Es kam der Tag an dem der Mähdrecher die Körner vom Stroh trennt. Dann lag haufenweise das Stroh herum und wir warteten auf den Tag als der Bauer mit der Heuballenpressmaschine über das Feld fuhr. Hinten aus der Maschine kamen ganz viele rechteckige Strohballen heraus. Das war das Startsignal. Wir Kinder flitzen über das Feld und zogen und zerrten die Ballen in der Mitte des Feldes zusammen. Der Bauer fand das ganz gut, er hatte alle Ballen auf einem Haufen und brauchte sie nur noch aufladen. Aber ... - er ließ die Ballen gut eine Woche in unserer Obhut. Dann ging es los. Die Ballen wurden zur Strohburg zusammen gestellt. Lage um Lage wuchs die Burg zu einer immensen Größe heran. Und dann der große Moment. Die gesamten Kinder der Strasse bevölkerten das Strohgebäude. Das Allergrößte war dann die Übernachtung unter freiem Himmel. Den Geruch des frischen Heus habe ich heute noch in der Nase. Trotz der schweren Arbeit unserer Väter, manche hatten sogar Spät- oder Nachtschicht, wurden wir von ihnen bewacht. Heute weiß ich was das nach harter Arbeit bedeutet hat. Die Burg alleine reichte nicht. Es gab einen winzigen Schreibwarenladen gleich neben unserer Wohnung. Dort gab es Bindfaden, Holzleisten und Pergamentpapier. Alles klar? Wir schmissen unser Taschengeld in einen Pott, davon wurden obengenannten Sachen besorgt. Mit etwas Geschick und Mehlkleister bastelten wir unsere Windvögel. Erst kleine, dann größere... Ich war 7 Jahre alt, ich ging schon in die Schule. Aber in diesem Jahr gab es im Sommer ein wichtiges Ereignis. Die Fussballweltweisterschaft in England. In unserer Strasse gab es eine einzige Kneipe, die hieß "Zum Berggeist". Ich kann mich erinnern, dass neben der Wirtschaft der Eingang zum Friedhof war, ein Wink mit dem Zaunpfahl, vielleicht. Naja, auf jeden Fall hat der Wirt zum Endspiel seinen Fernseher auf die Fensterbank gestellt, so das alle Bewohner der Strasse das Endspiel auf der Strasse sehen konnten. Was heisst schon sehen, der Fernseher war eigentlich nicht viel größer als ein heutiges Tabletdisplay und dazu noch in schwarz/weiss. Nach und nach scharrten sich alle um diese winzige Anzeige, ich durfte auf Papas Schulter und habe den ganzen Rummel eigentlich nicht verstanden. Mehr als hundert Leute riefen, schimpften und jubelten, das Bier floss reichlich und am Ende waren alle traurig. Und es war so wie es heute auch noch immer ist. Der Schiedsrichter war schuld. Weiter Zurück Herzlich Willkommen und Glück Auf! Wie kommt man dazu seine Erinnerungen der Allgemeinheit mitzuteilen? Wen interessiert das überhaupt? Keine Ahnung! In meinem Berufsleben,vorallem in meinem bergmännischen, habe ich viel erlebt und so manches davon einigen meiner späteren Arbeitskollegen und -kolleginnen erzählt. Eine liebe Kollegin hat mir dann mal gesagt ich solle doch meine kleinen Geschichten aufschreiben. Denn Gefallen tue ich ihr jetzt. Ich habe dem Arbeitsleben "Auf Nimmerwiedersehen" gesagt und endlich Zeit gefunden meine Geschichten in Angriff zu nehmen. Was erwartet Euch? Wer viele Bilder oder große Geheimnisse erwartet wird enttäuscht werden. Ein wenig Zeit zum Lesen sollte man mitbringen, die Geschichten verfolgen und vielleicht sogar Gemeinsamkeiten finden. Junge Leute werden keine Videos finden aber vielleicht unterhaltsame Anektoten und einen Blick in die "alte" Zeit werfen können. Ob sie gut war oder nicht mag ich nicht zu beurteilen, ich weiß jedoch, dass ich keine Minute davon missen möchte. In diesem Sinne wünsche ich Euch viel Spaß beim Lesen. Übrigens: Ich werde immer wieder mal neue Geschichten hinzufügen, also immer wieder mal vorbeischauen was es Neues gibt. Das Studium hatte ich nun erfolgreich abgeschlossen. Dipl. -Wirtschaftsinform. (FH), was für ein akademischer Titel. Ich bekam eine Anstellung in einem großen Chemiebetrieb und habe auch dort viel dazu gelernt. Meine Liebe ist zu mir ins Ruhrgebiet gezogen. Wir hatten eine schöne Wohnung, direkt im Stadtzentrum von Herten. Durch Beziehung meiner Lebensgefährtin ergab sich die Möglichkeit Dauerkarten für das Westfalenstadion zu bekommen. Was für ein Glücksfall. Wir sind dann zu jedem Heimspiel gefahren und haben uns als „Sitzplatzkanaken“ die Seele aus dem Leib geschrien. Gewisse Umstände zwangen uns in die Heimat meiner Partnerin umzuziehen. Hier, in der Nähe von Frankfurt/Main, bin ich zum „Eingeplackten“ geworden. Ich habe den Schritt gewagt und meine Lebensgefährtin geheiratet. Das ist jetzt fast 25 Jahre her. Wir haben gemeinsam neue und gute Freunde kennengelernt und pflegen diese Freundschaften, soweit es die Gesundheit zulässt. Meine Rückenbeschwerden haben nie nachgelassen, stattdessen wurden sie immer schlimmer. Nach einigen Operationen, eine davon ging ziemlich schief, hatte ich mit tauben Unterschenkel und Füßen zu kämpfen. Dadurch musste ich eine meiner großen Leidenschaften, das Motorradfahren, aufgeben, es ging einfach nicht mehr. Und zu guter Letzt bin ich dann doch früher in die Rente gegangen als ich eigentlich wollte. Ich fröhne einem alten Hobby, das ich wiederentdeckt habe. Ich habe ja mittlerweile viel Zeit und dann geht es in den Keller und ich restauriere mit viel Freude alte Möbelstücke. Im Herzen bin ich aber immer noch ein Sohn des Ruhrgebiets, auf Kohle geboren. Und ich denke oft an die Zeit unter Tage... Nun sind wir endlich am Ursprung dieser Internetseite angekommen. Eine liebe Arbeitskollegin, die übrigens auch Verbindungen zum Bergbau hat, hat mir mal gesagt, ich solle doch all meine Geschichten aufschreiben und veröffentlichen. So ist diese Internetseite enstanden. Und fast 12 Jahre unter Tage liefern jede Menge Stoff für lustige, nachdenkliche und gefahrvolle Geschichten. Wie ich es vom Hauer im Transport bis zum Aufsichtshauer geschafft habe, wie bei Gedingeverhandlungen gestritten wurde und Mäuse die Karos geklaut haben. Weiter Zurück Ich hatte also mein Bergmannsbuch. 80 Schichten als Bergbeflissener und fast ein dreiviertel Jahr im Revier habe ich auf der Schachtanlage Westerholt verbracht. Dann began ich das Studium der Bergtechnik an der Fachhochschule Bergbau in Bochum. Nach zwei Semestern habe ich das Studium abgebrochen. Warum? Also, naja, für jemanden der keinen Obersteiger, Fahrsteiger oder Grubenbetriebsführer als Vater hatte war die Aussicht auf einen Job gleich null. Und das Fach Geologie mochte ich auch nicht. Aber ein Zufall und meine damalige Freundin, beziehungsweise ihr Vater, haben mir zu meiner besten Zeiten des Lebens verholfen. Im Kapitel Ferienjob erfahrt ihr mehr darüber. Weiter Zurück Die Ausbildung ist vorbei. Ich bin jetzt Elektriker und arbeitslos. Ist das die Vorbereitung auf den Ernst des Lebens. Weiter Zurück Die Jugendzeit beginnt irgendwann wenn man auf eigenen Füßen stehen soll oder muß. Ich habe diese Erfahrung relativ früh machen müssen. Mutter und Vater haben geschafft und ich hatte viel Zeit die Welt, wenn auch noch trist, zu erkunden. Viele dieser Erfahrungen waren sehr lehrreich für mich und meinen späteren Lebensweg. Weiter Zurück Jesses, wo soll ich nur anfangen? Am besten von vorne, nun denn. Los geht es. Von Anfang an Ich bin auf Kohle geboren, wahrhaftig. Das Licht der Welt erblickte ich im Knappschaftskrankenhaus in Recklinghausen, mitten im Winter, mitten im Ruhrpott. Man schreibt das Jahr 1959, oh Mann, das war im letzten Jahrtausend. Ich glaube ich bin alt geworden. Aber zurück zum Anfang. Aufgewachsen bin ich in Herten-Scherlebeck, in der Bergstrasse. Vom Hof aus gab es den freien Blick auf die Zeche Schlägel & Eisen, Schacht 3/4/7, nach vorne waren es keine 200 Meter bis zu den Schächten 5/6. In unserem Strassenzug wohnten fast ausschließlich Bergarbeiter mit ihren Frauen und deren Kindern. Eine Menge Kinder, wirklich jede Menge. Es war immer was los in der Nachbarschaft, egal ob Sommer, Herbst, Tag oder Nacht. Ein paar Erinnerungen habe ich versucht in Worte zu packen und Euch zu präsentieren. Weiter Zurück Mein Vater hat eine neue Arbeit bekommen. Er hat dem Bergbau auf Wiedersehen gesagt und ist auf einen Lastwagen umgestiegen. Zu der neuen Arbeit gab es eine Art Betriebswohnung. Ach herrje - das war am Arsch der Stadt. Mitten im Industriegebiet, vorbei war es mit der ganzen Kinderschar. Hier war nichts, außer ein paar Mädchen und zwei Jungs, die ich nicht mochte. Meine Mutter hat dann auch noch bei der Firma angefangen im Büro zu arbeiten. Das hieß, ich saß hier fest. Hinter der Autobahn, irgendwo im Nirgendwo und einem Schulweg bei dem heutige Eltern eine Krisensitzung einberufen würden. Ich habe also ein Schuljahr im südlichsten Zipfel der Stadt verbracht. Ich weiß nicht ob das alte Schulgebäude noch existiert, man war aber in der Nachbarschaft sehr stolz auf einen "Sohn" der Straße. Hier war nämlich Rudi Assauer zu Hause. Hier könnt Ihr mehr über Rudi Assauer erfahren. Weiter Zurück In den Wintern, die noch Winter waren, gab es für die Kinderschar aus unserer Straße nicht größeres als in die Blitzkuhle (An einer anderen Stelle gibt es die Sage zur Blitzkuhle) zu flitzen und mit dem Schlitten den Hang runter zu sausen. Die Blitzkuhle, eine kleines Loch mitten in der Wildnis, war nicht weit entfernt von unserem Zuhause. Der Hang war nicht sonderlich steil aber zum Schlittenwettrennen hat es gereicht. Das war ein wundervoller Spaß. Für die Verwegenen unter uns gab es noch die Mutprobe. Am Ende der Strasse gab es einen Hohlweg, der mit ziemlichen Gefälle über die Zechenbahngleise bis nach Disteln führte. Ob es den Hohlweg heute noch gibt weiß ich leider nicht. Auf jeden Fall bekam man eine Geschwindigkeit drauf und konnte nur hoffen das keine Zechenbahn unterwegs war. Zum Glück ist nie etwas passiert aber aus heutiger Sicht würde man sagen : "Jesses, dat iss gefährlich. mach dat nich noma". Und am Ende des Tages, klitschnass und durchgefroren, ging es nach Hause in die warme Stube, geheizt vom Kohleofen und man freute sich auf das nächste Wettrennen. Weiter Zurück Eigentlich mal das größte Dorf Deutschlands - heisst heute leider Bochum 6. Kann aber auch missverstanden werden - Was für ein Sch... Ein herzliches Glück Auf an dieser Stelle. Ich möchte Euch auf eine nostalgische Reise durch meine Erinnerungen und das Ruhrgebiet mitnehmen. Ich wohne zwar schon lange nicht mehr im Ruhrpott aber ich bin auf Kohle geboren, habe viele Jahre, wie mein Vater, unter Tage verbracht. Schlicht - Ich bin ein Sohn des Ruhrgebietes und werde es immer bleiben. Ich habe fast 40 Jahre in meiner Heimatstadt verbracht und habe etwas wehmütig in Richtung Hessen meine neuen Wurzeln aufgeschlagen. Ein großer Ruhrgebietsschriftsteller hat einmal ein Buch veröffentlicht - "Heimat ist da wo Du Dein Geld verdienst". Dem kann ich nur bedingt zustimmen, obwohl bei meinen letzten Besuchen im Ruhrpott das Heimatgefühl langsam schwindet. Eine Arbeitskollegin hat mir einmal gesagt ich solle doch meine Geschichten aufschreiben und damit anderen etwas Freude bereiten. Dazu kommt, dass mich schon immer die Sprache im Ruhrgebiet fasziniert hat. Diese Direktheit, ohne Umschweife etwas mitteilen, dieses sprachliche Konglomerat aus den unterschiedlichsten Ecken der Welt. Deshalb habe ich mich entschlossen Euch an diesem Reichtum des Ruhrpotts teilhaben zu lassen. Ich hoffe nach dem Besuch dieser Internetseite huscht Euch ein kleines Lächeln über das Gesicht. Alte Ansicht der Fördertütme Grafiken: Hintergrund (https://pixabay. com/photos/coal-black-mineral-underground-1626368/) Startseite (https://pixabay. com/illustrations/mine-mines-ruhr-area-2203309/) Literatur: Das kleine Bergbaulexikon - Verlag Glückauf GmbH 1979 - ISBN 3-7739-0248-4 Links: wikipedia ==> Bergmannssprache Ein kleiner Lebensüberblick Auf Kohle geboren Ich habe 1959 das Licht der Welt erblickt, mitten im Winter, mitten im Ruhrpott, im Knappschaftkrankenhaus. Nicht gerade sehr einladend. Aber da muss man durch. Ringsherum Fördertürme. Zwischen den Zechen Schlägen & Eisen, Ewald und Bergmannsglück bin ich aufgewachsen. In einem Strassenzug in dem fast nur Bergleute mit ihren Frauen und Kindern wohnten. Und Kinder gab es eine Menge. Und viel Spass! In unserer Strasse war immer was los, egal ob Sommer, Herbst oder sonstwas. Irgendwann sind wir von dort weggezogen, in ein Industriegebiet am Arsch unserer Stadt. Und ganz wenig gleichaltrige. Ein elend langer Schulweg, immer über die Autobahnbrücke. Und wieder ein Umzug. In ein Neubauviertel, direkt neben dem Freibad. Und recht nah am Stadtzentrum. Das war ganz in Ordnung. Der Ernst des Lebens Die Schule geht zu Ende und die Ausbildung beginnt. Nach der Prüfung ist man dann Facharbeiter und arbeitslos. In dieser Zeit habe ich alles Mögliche gemacht, Elektriker auf dem Bau, Kabelmontage in Kernkraftwerken und Hochspannungsmasten habe ich auch gebaut. Dann began meine bergbauliche "Karriere". Vom Ferienjob bis zum Aufsichtshauer (das ist eine Art Vorgesetzter) habe ich es geschafft. Dann hatte ich einen schlimmen Unfall, der meine bergbauliche Tätigkeit beendete. Was folgt ist ein Studium und eine lange Zeit als Tastaturquäler. Ich habe manchmal erfolgreich einem blöden grauen Blechkasten etwas sinnvolles entlocken können. Und jetzt ist mein Arbeitsleben vorbei, eigentlich schade. Weiter Eine merkwürdige grammatikalische Form, die das Ruhrgebiet nicht braucht. DATENSCHUTZERKLÄRUNG DATENSCHUTZ Wir haben diese Datenschutzerklärung (Fassung 01. 10. 2019-321118345) verfasst, um Ihnen gemäß der Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (EU) 2016/679 zu erklären, welche Informationen wir sammeln, wie wir Daten verwenden und welche Entscheidungsmöglichkeiten Sie als Besucher dieser Webseite haben. Leider liegt es in der Natur der Sache, dass diese Erklärungen sehr technisch klingen, wir haben uns bei der Erstellung jedoch bemüht die wichtigsten Dinge so einfach und klar wie möglich zu beschreiben. AUTOMATISCHE DATENSPEICHERUNG Wenn Sie heutzutage Webseiten besuchen, werden gewisse Informationen automatisch erstellt und gespeichert, so auch auf dieser Webseite. Wenn Sie unsere Webseite so wie jetzt gerade besuchen, speichert unser Webserver (Computer auf dem diese Webseite gespeichert ist) automatisch Daten wie die Adresse (URL) der aufgerufenen Webseite Browser und Browserversion das verwendete Betriebssystem die Adresse (URL) der zuvor besuchten Seite (Referrer URL) den Hostname und die IP-Adresse des Geräts von welchem aus zugegriffen wird Datum und Uhrzeit in Dateien (Webserver-Logfiles). In der Regel werden Webserver-Logfiles zwei Wochen gespeichert und danach automatisch gelöscht. Wir geben diese Daten nicht weiter, können jedoch nicht ausschließen, dass diese Daten beim Vorliegen von rechtswidrigem Verhalten eingesehen werden. Die Rechtsgrundlage besteht nach Artikel 6 Absatz 1 f DSGVO (Rechtmäßigkeit der Verarbeitung) darin, dass berechtigtes Interesse daran besteht, den fehlerfreien Betrieb dieser Webseite durch das Erfassen von Webserver-Logfiles zu ermöglichen. COOKIES Unsere Website verwendet HTTP-Cookies um nutzerspezifische Daten zu speichern. Im Folgenden erklären wir, was Cookies sind und warum Sie genutzt werden, damit Sie die folgende Datenschutzerklärung besser verstehen. WAS GENAU SIND COOKIES? Immer wenn... ## Beiträge Wie dattt ma so iss - oder kurz und knapp lorem Text